Richtig duschen in der Altenpflege


Altenpflege: Richtig duschen für gute Haut

In der Altenpflege plagt ein großes Problem den Betroffenen, denn es ist so, dass die Pfleger nur selten darauf achten, dass das Duschen hautschonend geschieht. Insbesondere im Sommer ist das Duschen weit oben auf der Liste der Hygienemaßnahmen, denn das Duschen ist ein Grundbedürfnis und beeinflusst das Wohlbefinden. Nach dem Duschen fühlt man sich frisch, gepflegt und attraktiver. Daher ist es für viele auch eine Grundvoraussetzung, um überhaupt in den Tag zu starten.

Allerdings wird beim Duschen auch der Säureschutzmantel der Haut angegriffen, denn es löst sich eben nicht nur Schmutz und Schweiß von der Haut, sondern auch natürliche Fette und Lipide, beides ist essentiell für die Haut. Es ergeben sich sogar Symptome, wenn falsch geduscht wurde. Die Haut juckt nach dem Abtrocknen oder es entstehen Rötungen. Das ist ein Hinweis darauf, dass der Säureschutzmantel erheblich angegriffen wurde.

Wie lang sollte die zu pflegende Person geduscht werden?

Im Durchschnitt reichen sieben Minuten, um den Hygiene Effekt zu erlangen. Diese Zeit ist auch ideal, um nicht die Haut zu strapazieren.  Wenn länger (und vor allem sehr heiß) geduscht wird, kommt es dazu, dass die Haut trocknet und sich reizt. Daraus können sich dann sogar Ekzeme bilden.

Das richtige Duschen: Darauf sollte geachtet werden

Wenn die zu pflegende Person geduscht wird, dann ist in erster Linie darauf zu achten, dass „weniger mehr“ ist. Die Haut zeigt, wenn etwas nicht so passen sollte, wie sie es sich wünscht. Wenn die Haut nach der Dusche spannt oder juckt, dann wissen Sie, dass Sie dies künftig vermeiden sollten.

Sollte festgestellt werden, dass die Haut ohne jegliche Probleme das Duschen annimmt, dann kann sogar täglich geduscht werden. Das ist jedoch schon grenzwertig oder gar problematisch, wenn sogar mehrfach am Tag geduscht wird. Dabei werden Haut und Haar sehr strapaziert. Die Haut hat dadurch keine Möglichkeit neue Fette zu bilden.

Kein heißes Wasser

Sollte nach der Dusche der Nebel im Raum stehen, die Spiegel beschlagen und die Badezimmerkachel feucht werden, dann haben Sie die Person eindeutig zu heiß geduscht. Das heiße Wasser ist in den Wintermonaten vielleicht sehr angenehm, aber es gibt kaum eine größere Herausforderung für die Haut.

Wenn das Wasser eine höhere Temperatur erreicht, dann quillt die Haut davon förmlich auf und löst dabei den Hydrolipidfilm von der Haut, wodurch sich juckende, trockene und rote Haut ergibt. Zugleich wird das Haar und die Kopfhaut empfindlich gestört, wodurch sich die Hornschicht öffnet. Wenn das passiert, dann trocknen die Haare aus, da die natürlichen Öle fehlen.

Das richtige Duschgel für die Haut

Wenn die Haut eher dazu neigt, dass sie trocken oder gar empfindlich ist, dann kann viel dagegen unternommen werden. Die Haut sollte  durch Duschgel gepflegt werden, denn dies unterstützt zusätzlich. Auf dem Markt gibt es viele unterschiedliche Produkte (wie zum Beispiel die Anspruchsvolle Haut Produkte von SANICARE), welchen Ölen beigesetzt worden sind, welche die Haut beruhigen und mit Feuchtigkeit versorgen.

Ein Reinigungsgel kann sich zusätzlich sehr positiv auf die Haut auswirken, denn es wirkt rückfettend und stellen die Hautbarriere wieder her.  Ein Reinigungsöl kann wiederum dafür sorgen, dass sehr trockene Haut gepflegt wird. Die Haut wird dadurch ebenfalls beruhigt und der Juckreiz wird gestillt. Bei den Pflegeprodukten muss daher auch auf den Hauttyp geachtet werden.

Shampoo ist ebenfalls wichtig für die Haut

Das Shampoo läuft, nachdem es in die Kopfhaut einmassiert worden ist, nach unten. Dadurch verteilt sich das Shampoo im Gesicht und am Rest des Körpers. Eine empfindliche Haut kann dadurch bereits Reizungen verursachen. Dies kann umgangen werden, indem ein geeignetes Shampoo gewählt wird oder wenn der Hautkontakt gänzlich vermieden wird. Dafür müsste das Shampoo kopfüber ausgespült werden, dies ist in der Altenpflege nicht immer so einfach.

Alternative: Kalt duschen – ist das schädlich?

Eine kalte Dusche am Morgen ist für viele eine Herausforderung, aber es gibt kaum etwas Besseres für die Gesundheit, für die Haare und für die Haut. Das kalte Duschen sorgt nämlich dafür, dass der Kreislauf in Schwung kommt, das sorgt für einen guten Start in den Tag. Das sollte aber vorher mit der zu pflegenden Person selbstverständlich abgeklärt werden.

Weiterhin ist eine kalte Dusche auch sehr gut für das Immunsystem, denn die Temperaturschwankung sorgt dafür, dass der Blutkreislauf trainiert wird. Bei kälteren Tagen wird der Körper fit gehalten, da es immerhin kein ungewohnter Zustand ist für den Körper. Im Seniorenheim ist das aber vielleicht nicht unbedingt wichtig, aber einige Bewohner könnten darauf bestehen.

Bezüglich Haut und Haar hat das kalte Wasser auch sehr erhebliche Vorteile, denn die niedrigen Temperaturen sorgen dafür, dass sich die Poren der Haut zusammenziehen, und bei den Haaren schließt die Keratinoberfläche. Die bereits angesprochenen Lipide bleiben ebenfalls länger erhalten, da sie eben nicht sofort weggespült werden. Am Ende sieht die Haut straff aus, das Haar glänzt und das Wohlbefinden steigt.

Am Ende kann dann eine Bodylotion aufgetragen werden. Auch Naturkosmetikprodukte von  JUNGGLÜCK, nachhaltige und natürliche Kosmetik (moms.de) können für die Pflege verwendet werden.

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