Hygiene in der Pflege - Was muss beachtet werden?


In der Pflege ist Hygiene unverzichtbar, damit mögliche Infektionen und Krankheiten keine Chance haben sich zu verbreiten. Speziell ältere oder bereits erkrankte Menschen sind viel anfälliger für Krankheitserreger als der Rest der Bevölkerung. Darüber hinaus müssen sich die Pfleger selber schützen, um ihren Beruf gesund ausüben zu können. Diesbezüglich haben sich bestimmte Standards bei der Hygiene im Pflegebereich etabliert, zu der unter anderem die Desinfektion und Schutzkleidung gehören.

Maßnahmen zur Hygiene in der Pflege

In der Pflege sind die Anforderungen an die Hygiene deutlich höher als in anderen Bereichen, da ältere Patienten in den meisten Fällen ein schwaches Immunsystem haben. Deswegen kann schon eine geringfügige Infektion zu fatalen Folgen führen. Darüber hinaus hat das Pflegepersonal berufsbedingt viel Kontakt mit Krankheitserregern und muss sich in Eigenregie davor schützen. Ansonsten können die Pfleger an ihre Schutzbefohlenen gesundheitsgefährdende Krankheiten übertragen. Deswegen stellen umfassende Hygienekonzepte einen elementaren Bestandteil jeder Pflegeausbildung dar.

Des Weiteren steht der Arbeitgeber in der Verpflichtung, sein Personal darüber in den Dienstanweisungen zu informieren. Eine wichtige Grundlage für die Hygiene ist das regelmäßige und gründliche Händewaschen. Diesbezüglich ist die Desinfektion der Hände sowohl vor als auch nach dem Kontakt mit jedem Patienten notwendig. Dazu gehört auch der Kontakt mit Oberflächen, welche sich in unmittelbarer Nähe zu den Patienten befinden. Außerdem müssen sich Pfleger die Hände nach dem Berühren von eventuell ansteckenden Materialien waschen. Ausschlaggebend ist ein ausgiebiges und längeres Händewaschen, mit dem auch die Stellen zwischen den Finger gereinigt werden.

Das Tragen von Schutzkleidung im Pflegebereich

Spätestens seit der Corona-Pandemie hat sich die Relevanz von medizinischer Schutzkleidung gezeigt. Auch im Pflegesektor gibt es eine Notwendigkeit an schützenden Hilfsmitteln, um die Übertragung von Keimen zu unterbinden. So kann sich vor allem das Personal schützen, welches in verschiedenen Einrichtungen tätig ist und dort Patienten pflegt. Diesbezüglich gibt es Schutzkleidung für den Eigen- und Fremdschutz, um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten. Dazu zählen die folgenden Hilfsmittel, die sich dem jeweiligen Bedarf anpassen lassen.

  • Augenschutz
  • Haarschutz
  • Mund-Nasen-Schutz
  • Schutzhandschuhe
  • Schutzkittel


So gehört die Schutzausrüstung grundlegend zum Hygienemanagement, sowohl bei der ambulanten Pflege und im Pflegeheim als auch im Krankenhaus.

Der Einsatz von Desinfektionsmitteln in der Pflege

Nicht alle Krankheitserreger lassen sich allein mit Wasser und Seife abtöten. Besonders aggressive und langlebige Keime erfordern stärkere Desinfektionsmittel. Außerdem kann es einige Zeit dauern, bis alle Bakterien, Pilzen und Viren abgetötet sind. Bei den meisten Händedesinfektionsmitteln im medizinischen Bereich stellt Alkohol die Basis dar. Wichtig ist das fachgerechte Einreiben der Hände, bei der eine Einwirkungszeit von mindestens 30 Sekunden gewährleistet ist. Nur so lassen sich damit alle relevanten Erreger inaktivieren oder ganz abtöten. Dabei hängt die Auswahl des korrekten Desinfektionsmittels vom Einsatzgebiet in der Pflege ab. Da der Alkohol die Haut austrocknet und zu Allergien sowie Hautekzemen führen kann, enthalten zahlreiche Desinfektionsmittel hautpflegende und regenerierende Substanzen.

Desinfektion der Oberflächen

Um eine durchgehende Hygiene zu garantieren, muss das Pflegepersonal auch die verwendeten Räume und deren Ausstattung regelmäßig desinfizieren. Dazu gehört die Reinigung inklusive Desinfektion und korrekte Aufbereitung von medizinischen Produkten sowie von Objekten, die immer steril sein müssen. Aber auch die Desinfektion von Oberflächen, Fußböden und allen benutzten Gegenständen gehört zu den obligatorischen Arbeitsschritten in der Pflege. Neben einer hygienischen Bekleidung müssen auch Handtücher und Bettwäsche häufig gewechselt werden. Darüber hinaus ist eine durchgehende Hygiene beim Umgang mit Lebensmitteln und der Beseitigung von Abfall erforderlich.

Fazit

Hygiene in der Pflege bietet allen betroffenen Personen einen lebenswichtigen Schutz vor Infektionen, dazu zählen sowohl die Patienten als auch das Pflegepersonal. Zu den unabdingbaren Hygienemaßnahmen gehört das Desinfizieren der Hände und Oberflächen, genauso wie das Tragen von Schutzkleidung. Auf diese Weise lässt sich die Übertragung von schädlichen Krankheitskeimen verhindern.

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