Ein gerissener Meniskus bei Senioren
Gerissener Meniskus – So behandelt man ihn richtig
Er gehört zu den häufigsten Knieverletzungen beim Sport: Ein Meniskusriss kann nicht nur schmerzhaft, sondern auch langwierig sein. Allerdings muss nicht in jedem Fall operiert werden. Mit einer maßgeschneiderten Krankenpflege kommen auch konservative Behandlungsmethoden infrage.
Was ist ein gerissener Meniskus?
Wird das Knie unter starker Belastung verdreht, kann der Meniskus reißen. Besonders weit verbreitet sind Meniskusschäden unter Fußballern. Bei einem akuten, verletzungsbedingten Meniskusriss kommt es vor allem bei Dreh- und Beugebewegungen zu Knieschmerzen. Wenn der Meniskus reißt, kann ein Knallen oder Knacken zu hören sein und das Knie anschwellen. Es gibt allerdings auch kleinere Meniskusrisse, die man nicht sofort bemerkt. Mitunter kommt es erst Tage oder Wochen später zu den typischen Beschwerden. In diesem Zusammenhang sollten auch altersbedingte Meniskusrisse erwähnt werden. Diese verursachen zwar nur selten Beschwerden, doch auch hier ist die richtige Behandlung wichtig. Patienten, die
unter einer Kniearthrose leiden, haben zudem ein höheres Risiko für einen gerissenen Meniskus.

Gründe für einen Meniskusschaden können nicht nur Sportarten sein, bei denen aus schnellem Lauf gebremst und dabei die Richtung gewechselt wird. Menschen, denen aufgrund einer Verletzung das vordere Kreuzband fehlt oder die in Berufen arbeiten, bei denen häufiges Bücken oder Hinknien erforderlich ist, leiden oft ebenfalls an einem gerissenen Meniskus. Zu den weiteren Risikofaktoren gehört starkes Übergewicht.
Konservative Behandlungsmethoden
Während ein Meniskusriss früher fast ausschließlich operiert wurde, werden heutzutage auch konservative Methoden eingesetzt. Den Meniskus kleben ist eine Möglichkeit. Hierbei ist weder eine Operation erforderlich, noch ein stationärer Krankenhausaufenthalt. Im Bereich der Krankenpflege kommen Kniebandagen und- orthesen sowie eine individuelle Bewegungstherapie infrage. Viele Studien zeigen, dass bei degenerativen Meniskusschäden vor allem Bewegungstherapien wirksam sein können. Krankenpfleger können ihren Patienten Übungen zur Kräftigung der Muskulatur sowie zur Verbesserung von Stabilität, Beweglichkeit und Koordination zeigen. Wichtig ist, dass die Übungen korrekt ausgeführt werden. So müssen etwa ruckartige Bewegungen vermieden werden. Bei einigen Übungen im Stehen ist es erforderlich, sich auf einem Tisch oder Stuhl abzustützen. Um die Heilungschancen zu erhöhen, müssen die Übungen regelmäßig durchgeführt werden.
Die Muskulatur zu trainieren, ist nicht nur bei einem Meniskusschaden wichtig. Als vorbeugende Maßnahme spielt
Krafttraining bei älteren Menschen eine entscheidende Rolle. Wer bei seinem Training verschiedene Muskelgruppen anspricht, kann seine Mobilität verbessern. Unterstützung gibt es dabei von Pflegepersonal, zum Beispiel im Rahmen der häuslichen Pflege.
Das erwartet einen bei einer Reha
Nach einem Eingriff am Meniskus ist eine Rehamaßnahme ratsam. Schließlich dauert es zwei bis drei Monate, bis das Knie wieder vollständig belastet werden kann. Bei einer frühzeitigen Belastung kann die Narbenbildung gestört und die Heilung verzögert werden. Schlimmstenfalls droht ein erneuter Riss des noch nicht vollständig geheilten Gewebes. In der Regel werden die Kosten für eine Reha bis auf einen kleinen Eigenanteil von der Rentenversicherung oder der gesetzlichen Krankenkasse getragen.
Pflegefachkräfte kümmern sich während der Rehamaßnahme nicht nur darum, die Beweglichkeit des Kniegelenks behutsam zu fördern. Die Rehabilitanden werden auch gezielt auf den Wiedereinstieg in das soziale und berufliche Leben vorbereitet. Fester Bestandteil dabei: eine Gangschule und der Umgang mit Krücken sowie anderen orthopädischen Hilfsmitteln. Welche Maßnahmen genau durchgeführt werden, hängt von der durchgeführten Operation sowie der körperlichen und seelischen Gesundheit des Patienten ab.