Ausbildungsberuf Krankenschwester
Ausbildungsberuf Krankenschwester: Vom Aufgabenprofil bis zu Verdienstmöglichkeiten
In der Pflege sind Krankenschwestern unabdingbar und täglich nahe am Patienten. Während die Visite der Ärzte im Krankenhaus in der Regel nur vormittags stattfindet, ist es das Pflegepersonal, dass sich rund um die Uhr um das Wohlergehen und die Genesung der Patienten kümmert. In Pflegeeinrichtungen für alte oder beeinträchtigte Menschen ist nicht zwangsläufig ständig ein Facharzt anwesend. Im Folgenden beleuchten wir die täglichen Aufgaben von Krankenpflegern/-innen (die offizielle Bezeichnung ist Pflegefachkraft), mögliche Monatseinkünfte und die Jobaussichten in der Krankenpflege für ganz Deutschland.
Voraussetzungen für den Job als Krankenschwester
Gute Schulnoten sind für eine Ausbildung in der Pflege weniger relevant als die persönliche Eignung der Bewerber/innen. Mit dem Abschluss jeder Schulform ist es möglich, sich zur Krankenschwester ausbilden zu lassen. Dies bietet insbesondere für Hauptschulabsolventen eine interessante Karrierechance als Alternative zu einem schlecht bezahlten Job im Handwerk. Am besten sind die Chancen auf einen Ausbildungsplatz als Pflegefachkraft jedoch mit einem Realschul- oder höherem Bildungsabschluss, auch später bei der Stellensuche öffnen sich der Krankenschwester leichter Türen mit einem guten Maß an Allgemeinbildung.

Des Weiteren sollten folgenden Voraussetzung für einen Pflegeberuf vorhanden sein:
- * Interesse an Medizin
- * Sozialkompetenz, Kommunikations- und Kontaktfreude
- * Hilfsbereitschaft und Einfühlungsvermögen
- * Belastbarkeit
- * körperliche Robustheit und Gesundheit
- * sicherer Umgang mit der deutschen Sprache in Wort und Schrift
- * Selbstständigkeit
- * Teamfähigkeit
- * Verantwortungsbewusstsein
- * Nervenstärke
So läuft die Ausbildung zur Krankenschwester ab
Während der bundeseinheitlichen Ausbildung zum/-r Pflegefachmann/-frau können die Auszubildenden entscheiden, ob sie das letzte Drittel ihrer Ausbildung im allgemeinen Pflegebereich fortsetzen oder sich als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in bzw. Altenpfleger/in spezialisieren möchten. Es besteht außerdem die Möglichkeit, Pflege an einer Hochschule zu studieren.
Die staatliche Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und läuft nach dualem System: der theoretische Teil findet in Pflegeschulen statt, der praktische Teil in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.
Schwerpunkte der Krankenschwestern-Ausbildung und des Pflegealltags
Während ihrer Ausbildung erlernen Krankenschwestern und – pfleger die Grundlagen für ihr Tagewerk. Dies variiert abhängig vom Fachbereich, in dem man später tätig ist, kann aber allgemein auf folgende Kerninhalte runtergebrochen werden:
- * Feststellung und Umsetzung des individuellen Pflegebedarfes von Patienten
- * Bewertung und Dokumentation der Pflege
- * Gesundheitsförderung
- * präventives Handeln
- * rechtliche Bestimmungen der Krankenpflege
Damit sind Krankenschwestern und -pfleger bestens gewappnet für ihre Aufgaben im täglichen Pflegebetrieb. Dazu zählen vor allem:
- * Therapiedurchführung auf Anweisung diensthabender Ärzte
- * Patientenvorbereitung für Untersuchungen oder Operationen
- * Assistenz bei Untersuchungen, Behandlungen und Operationen
- * Betten Pflegebedürftiger sowie Hilfeleistung bei Nahrungsaufnahme und Körperhygiene
- * Organisation und Verwaltung der Pflegeabläufe
Hier können Sie sofort als Krankenschwester arbeiten
Mögliche Einsatzgebiete für Pflegepersonal (m/w/d) sind dabei:
- * Rehakliniken und Sanatorien
- * Krankenhäuser
- * Privatkliniken
- * Hospiz (Palliativpflege)
- * Schönheitskliniken im In- und Ausland
- * Pflegeheime / Einrichtungen für Senioren
- * Rettungsdienste
- * mobile Krankenpflege (Pkw wird gestellt)
- * Wohnheime für Menschen mit dauerhaftem Pflegebedarf
Arbeitszeiten in der Pflege
In der Regel wird von Krankenschwestern die Bereitschaft erwartet, in Schichten zu arbeiten, da je nach Zustand eine 24-Stunden-Pflege und Beaufsichtigung der Patienten gewährleistet sein muss. Dabei geht es in vielen Pflegeeinrichtungen überaus fair und familienfreundlich zu, sodass das Pflegepersonal auch individuelle Dienstzeiten aushandeln kann, wenn die eigene Familie zu Hause nicht zu kurz kommen soll.
Wie viel verdient man als Krankenschwester bzw. Krankenpfleger?

Das Gehalt einer examinierten Pflegekraft hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen Art der Einrichtung und Berufserfahrung. Bei Arbeitgebern, die nicht in öffentlicher Hand sind, spielt auch der Standort eine Rolle beim zu erwartenden Gehalt. Das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen liegt bei etwa 2.800 und 3.700 Euro. Dabei werden Krankenschwestern und ihre männlichen Kollegen in Pflegeeinrichtungen kirchlicher und öffentlicher Trägerschaft nach entsprechenden Tarif bezahlt. Wer sich bereits beruflich für die Krankenpflege qualifiziert hat, findet im Internet lukrative Stellenangebote für Krankenschwestern.
Wer noch keine Erfahrungen in der Pflege sammeln konnte, lässt sich über einen Zeitraum von drei Jahren zur Krankenschwester (m/w/d) ausbilden. Die Ausbildungsvergütung liegt im 1. Lehrjahr bei rund 950 Euro und erhöht sich jährlich um 50 Euro. Im letzten Lehrjahre erhalten Auszubildende somit einen Verdienst von etwa 1.100 Euro.
Beste Zukunftsaussichten für Pflegeberufe
Der demografische Wandel sorgt für einen immer stärkeren Bedarf an Pflegefachkräften, da der Anteil der Senioren an der Bevölkerung in Deutschland immer weiter steigt. Gute Jobs in der Pflege wird es also immer geben. Und da auch hier die Gesetze des Marktes Anwendung finden, kann mit einer deutlichen Steigerung der Bezüge in den nächsten Jahren gerechnet werden. Wer also die notwendigen Voraussetzungen mitbringt, kann als Krankenschwester oder -pfleger im Gesundheitswesen eine sichere und lohnende Beschäftigung finden.