Was man als Altenpfleger/in verdienen kann


Was man als Altenpfleger/in verdienen kann

Deutschland wird immer älter. Derzeit gibt es im Land etwa 2,5 Millionen pflegebedürftige Personen. Durch den demografischen Wandel kommen in den nächsten 40 Jahren weitere 1,5 Millionen neue Pflegebedürftige dazu. Das muss als eine große gesellschaftliche Herausforderung und arbeitsmarktpolitische Aufgabe sehen. Die steigende Zahl der Pflegebedürftigen wird automatisch den Bedarf an Betreuungskräften ansteigen lassen. Die Prognosen sind jedoch düster: Bereits jetzt schon kommt auf drei unbesetzte Stellen nur eine suchende Altenpflegefachkraft. Es herrscht in dem Bereich ein Fachkräftemangel. Die freien Stellen werden von den Arbeitgebern gar nicht mehr an die Bundesagentur der Arbeit weitergemeldet, weil sie so wieso wenig Hoffnung haben, die Stellen auf diese Weise besetzen zu können.

Die Quereinsteiger in der Altenpflege

Weil die Ausbildung zum Altenpfleger erst seit dem Jahr 2000 für alle Bundesländer einheitlich geregelt ist, sind es derzeit in der Altenpflege viele Quereinsteiger tätig. Von allen Pflegeheimplätzen in Deutschland werden etwa 60 Prozent von gemeinnützigen Trägern betreut, 35 Prozent von privaten Trägern, wie Linara.de, und der Rest fällt auf die öffentlichen Träger, die sich jedoch immer mehr aus der Altenpflege zurückziehen. Der allgemeine Trend in Deutschland liegt in der steigenden Anzahl der privaten Träger in der Altenpflege.

Gute Basis für Gehaltsverhandlungen

Bei dem herrschenden Fachkräftemangel haben die Pfleger gute Chancen, um ihre Gehaltsforderungen offensiver durchsetzen zu können. Zurzeit verdient etwa die Hälfte der Vollzeitbeschäftigten in der Altenpflege monatlich nicht mehr als 1.500 Euro brutto. Etwa 25 Prozent kommt auf einen monatlichen Gehalt zwischen 1.500 und 2.000 Euro, lediglich etwa 20 Prozent wird mit 2.000 Euro und mehr im Monat entlohnt. Ein noch höheres Einkommen erzielen Fachkräfte, die sich auf irgendeinem Gebiet spezialisiert haben – wie beispielsweise die Gerontopsychiatrie oder die Qualitätssicherung - und die Führungskräfte. Zu den Führungspositionen gehören unter anderem die Heim-, Pflegedienst- oder Wohnbereichsleitung. Die Dotierung dieser stellen ist von der Zahl der betreuten Bewohner und deren Pflegegrad sowie der Zahl der Mitarbeiter abhängig. Für die Arbeitnehmer bedeutet die Situation, dass sie in erster Linie bei rein privat geführten Einrichtungen der Altenpflege beschäftigt sein werden. Man muss jedoch dabei bedenken, dass die Privaten etwas weniger als die öffentlichen Träger zahlen, wo das Einkommen sich nach den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes richtet.