Krebsberatungsstellen werden weiter ausgebaut


Krebsberatungsstellen werden weiter ausgebaut

Für all jene, die von der Diagnose Krebs betroffen sind, ist auch bei guten Heilungschancen eine profunde psychologische Beratung besonders wichtig. Denn nicht nur Betroffene, für die solch eine Diagnose eine ernstzunehmende Krise bedeutet, sondern auch ihre Angehörigen, möchten mit dem Schicksal Krebs nicht alleine gelassen werden. Um das Angebot an Beratungsstellen weiter auszubauen, setzten die Krebsberatungsstellen Emscher-Lippe, PariSozial - gemeinnützige Gesellschaft für paritätische Sozialdienste mbH in der Region Emscher-Lippe sowie der Förderverein für Krebsberatung und -hilfe e.V., als Mitglieder des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Nordrhein-Westfalen e. V., durch verschiedene Aktionen alles daran, Spendengelder zu sammeln und das Netz weiter auszubauen.

Krebsberatung nun auch im Kreis Recklinghausen

Für alle Betroffenen stehen nun auch eine Mitarbeiterin der Krebsberatungsstelle Emischer-Lippe im Kreis Recklinghausen zur Verfügung. Denn "Wir wollen das Netz weiter ausbauen" kündigt 1. Vorsitzender Michael Poschmann an, um Beratung für Menschen, die Rat zum Thema Krebs suchen, nicht nur in Gelsenkirchen anzubieten, sondern auch im Umkreis viele Betroffene ansprechen zu können. Die erste Zweigstelle des Vereins wurde nun in Recklinghausen eröffnet. Hierfür stellt die Tagesklinik und Praxis für Onkologie, in der Springerstraße 24, einen eigenen Raum bereit. Hier können ab sofort Ratsuchende jede Woche zur Sprechstunde der Diplom-Pädagogin Anne Grüter kommen. Das Ambiente sowie die technische Ausstattung bietet den Menschen, die die Sprechstunde von Anne Grüter aufsuchen, optimale Bedingungen für eine Beratung zu so einem sensiblen Thema. Auch die Kollegen der Onkologie, Herr Dr. Friedrich Overkamp, Till-Oliver Emde und Dr. Ludger Heflik freuen sich über die Beratungsstelle vor Ort.

Kompetente Beratung in einer wohnlichen Atmosphäre

Gerade für Patienten, die mit der Diagnose Krebs, der Chemotherapie und all ihren Folgen leben müssen, ist es besonders wichtig, in einer persönlichen Atmosphäre über ihre Anliegen sprechen zu können. In Tageskliniken herrscht aber meist eine Hightech-Medizin, die den Alltag von Krebspatienten nicht motivierend gestaltet. In der modernen Krebsbehandlung wird, laut Dr. Overkamp, der psychosoziale Aspekt viel zu wenig Bedeutung beigemessen. Aus diesem Grund sind Beratungsstellen besonders wichtig, auch für die Angehörigen der Betroffenen. In Einrichtungen eines paritätischen Wohlfahrtsverbandes können unterschiedliche Nöte und Sorgen besprochen werden. Das beginnt bei sämtlichen Fragen rund um die Behandlung. Aber auch beruflich und finanziell wird für Menschen mit Krebs die Situation äußerst schwierig. Manche Menschen müssen einfach auch mit der puren Angst zurechtkommen. All diese Anliegen können in der Sprechstunde der Krebsberatung kostenlos mit Anne Grüter besprochen werden, die jeden Donnerstag von 14 bis 16 Uhr in der Springerstraße 24 zur Verfügung steht.

Spendenaktion und Scheckübergabe für einen guten Zweck

Um Gelder für die Umsetzung neuer Projekte zu sammeln, fand im vergangenen Jahr bereits zum vierten Mal eine Spendenaktion mit Erwin Kremer statt. Hierfür fand durch engagierte Mitarbeiter der katholischen Kliniken Emscher-Lippe ein Weihnachtsbaumverkauf statt. Dieser Verkauf startete kurz nach Nikolaus und wurde auf dem Gelände des St. Barbara-Hospitals von insgesamt 20 Mitarbeitern der Klinik durchgeführt. Der Geschäftsführer des Fördervereins Michael Poschmann überreicht Scheck über 555,- Euro, um auch in Zukunft Spenden dieser Art zu hundert Prozent in Projekte des Fördervereins investieren zu können.