Gerontopsychiatrie und Demenzkrankheit


Gerontopsychiatrie und Demenzkrankheit

Der Begriff Gerontopsychiatrie setzt sich aus folgenden Worten zusammen: Gerontologie und Psychiatrie. Gerontologie beschäftigt sich mit der Wissenschaft des Alters, Psychiatrie dagegen ist für die Behandlung von Hirnerkrankungen und Hirnfunktionsstörungen mit vorwiegend psychischen Symptomen verantwortlich. Gerontopsychiatrie als Wissenschaft befasst sich mit Menschen ab dem sechzigstem Lebensjahr, obwohl schon jüngere Menschen betroffen werden können. Zu den Schwerpunkten der Gerontopsychiatrie gehören unter anderem Demenz, Delirien, Schizophrenie und Depressionen.

Die Bedeutung und Forschung in der Gerontopsychiatrie

Wegen des demografischen Wandels nimmt diese Abzweigung der Medizin immer mehr an Bedeutung. Die Bevölkerung wird aufgrund des Geburtenrückgangs und höherer Lebenserwartung älter. In der Forschung werden die Anstrengungen, den betroffenen Menschen noch effektiver helfen zu können, immer größer. Die moderne Wissenschaft bietet entsprechende Therapien und Behandlungsformen an, um alte Menschen, die unter seelischen Krankheiten leiden, effektiv zu therapieren. Dadurch bekommen diese Menschen in ihrem Lebensabend mehr Lebensqualität, das Leben erscheint ihnen wieder sinnvoll zu sein. Auch im hohen Alter möchten die Menschen respektiert und mit Würde behandelt werden, auch wenn ihnen oft die Krankheit die Grenzen des normalen Lebens aufzeigt. Dank effektiver Behandlung können die betroffenen Menschen wieder ins Theater oder Café gehen, oder sich einfach etwas gönnen, beispielsweise Clarks Schuhe bei Zalando bestellen.
Zu den typischen Krankheitsbildern in der Gerontopsychiatrie gehört Demenzkrankheit (Altersverwirrtheit). Die Symptome und Abläufe sind bei allen Formen der Demenz ähnlich.

Die Stadien der Demenzerkrankung:

  1. Frühes Stadium. Charakteristisch bei diesem Stadium ist die Unaufmerksamkeit. Die Menschen interessieren sich wenig für die Gegenwart, vergessen oft die Hauptwörter, sind indifferent sozialen Kontakten gegenüber, unentschlossen und zögernd.
  2. Fortgeschrittenes Stadium. Die Kranken können sich noch kaum etwas merken. Geburtstage, Termine, Rechnungen oder Vereinbarungen werden einfach vergessen und aus dem Gedächtnis gelöscht. Die Hausarbeiten werden liegen gelassen, man vergisst den täglichen Weg nach Hause, kann den Tag von der Nacht nicht mehr unterscheiden. Dazu kommen noch die neurologischen Symptome:
    • Aphasie (Sprachstörungen),
    • Apraxie (Handfertigkeitsstörungen),
    • Agnosie (Erkennungsstörungen). Dadurch wird das normale Funktionieren und Teilnahme in der Gesellschaft fast unmöglich gemacht. Der Intellekt existiert nur noch teilweise: Fähigkeiten wie Rechen-, Urteils- und Kritikfähigkeit, Denken und Problemlösungen schwinden immer schneller.
  3. Spätes Stadium. Räumliche und situative Desorientierung folgen: Zielloses wandern, Situationen werden verkannt und Personen fehlidentifiziert. Die Kranken wissen nicht mehr, wie sie heißen, und haben oft Illusionen.
  4. Endstadium. In dem Stadium wirken die kranken Personen sehr apathisch. Sie können den Stuhlgang und Urin nicht mehr halten, liegen ohne Bewegung im Bett und reagieren kaum noch auf Reize von außen. Die meisten sterben wegen unzureichender Bewegung an Lungen- oder Nierenbeckenentzündung, Austrocknung oder Fehlernährung.