Das Christopherus-Haus Witten


Das Christopherus-Haus Witten

In dem Christopherus-Haus e.V. für Seelenpflegebedürftige geht es vor allem um die lebenslange Begleitung und Betreuung von Menschen mit Behinderungen. Das Haus ist eine heilpädagogische und sozialtherapeutische Einrichtung, in der geistige und körperlich behinderte Menschen in allen Altersstufen einen Platz finden, um sich zu entfalten.
Die Entfaltung der Individualität und der Selbstverwirklichung steht im Vordergrund und ist eines der Hauptziele, bei den die Mitarbeiter die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen unterstützen und begleiten.
Die Tagesstruktur, die durch die verschiedenen Einrichtungen gegeben wird, ist für die Menschen sehr wichtig.


Die Geschichte des Christopherus-Haus


Der Grundstein des Hauses wurde 1964 in Dortmund gelegt. Gründer waren Heilpädagoginnen und ein Arztehepaar. Als gemeinnütziger Träger von verschiedenen Einrichtungen, die nach der Grundlage der Anthroposophie Rudolf Steiners arbeiten, breitete sich das Haus weiter aus. Neben Dortmund kamen die Städte Witten und Bochum dazu. So ist diese Einrichtung vor allem im Ruhrgebiet vertreten und ist dort auch einzigartig.
Die Anthroposophie Rudolf Steiners ist eine weltweit esoterische Weltanschauung, die auf dem Ausbildungs- und Erkenntnisweg angewendet wird. Diese Bewegung vollzog sich durch verschiedenste Lebensbereiche, wie auch die Pädagogik bzw. Heilpädagogik und auch die Medizin.

Was macht das Christopherus-Haus


Das Christopherus-Haus erklärt schon mit dem Motto „Miteinander leben, lernen und arbeiten“ ihre Aufgabe.
Das Christopherus-Haus bietet mehr als 800 geistig und körperlich behinderten Menschen einen Platz, in dem sie wohnen, sich bilden und arbeiten können.
Es ist egal, wie alt die Menschen sind, da eine integrativ arbeitende Kindertagesstätte, ein Familienzentrum, ein Kinderwohnheim, ein ambulanter Dienst der Kinder- und Jugendhilfe, zwei heilpädagogische Schulen, verschiedene Wohn- und Lebensgemeinschaften für Erwachsene und Werkstätte für die Menschen vorhanden sind.
Diese Einrichtungen zeigen eine Vielfalt, die nicht nur der Heilpädagogik, sondern auch der Sozialtherapie nachgehen.

Ein Zusammenleben der Menschen wird ermöglicht und gleichzeitig können die Menschen mit Behinderung ihren Alltag gestalten.
Das Wichtigste ist, dass sie sich gebraucht fühlen und ihr Wirken mit einzubeziehen. Außerdem sollen die Eltern und die Angehörigen entlastet werden und wissen, dass ihre Geliebten sich in einem geborgenen Umfeld befinden.
Ein wichtiger Faktor besteht auch darin, die verschiedenen Individualitäten so zu fördern, wie es für sie richtig ist. Eine individuelle Förderung ist so das A&O, da sich jedes Kind bzw. jeder Erwachsene sich anders in das Umfeld einlebt und damit zurecht kommt.
Rückzug, Verweigerung, Begeisterung und Entfaltung sind alles Beschreibungen, wie die Bewohner reagieren, wenn sie in das Christopherus-Haus kommen. Es wird auf sie eingegangen und die Gefühle besprochen. Mit der Zeit fühlen sie sich wohl und leben gerne in der Gemeinschaft.

Anthroposophie und das Christopherus-Haus


Das anthroposophische Menschenbild sieht jeden Menschen als eigenständiges Wesen, das bedeutet, dass die Individualität im Vordergrund steht.
So ist es wichtig, dass die Menschen mit Störungen, Krankheiten oder Behinderungen, egal ob im seelischen oder im körperlichen Bereich, ihre Individualität genauso gut entfalten können. Dafür sind die Heilpädagogen und Sozialtherapeuten da, die genau dieses Menschenbild fördern und unterstützen wollen.
Teilhabe am menschlichen Leben soll auch hier ermöglicht werden, vor allem in den wirtschaftlichen, geistigen und rechtlichen Zusammenhängen.

Der Förderverein


Der Förderverein hat als Aufgabe das Christopherus-Haus zu unterstützen und beratend zur Seite zu stehen. Hier wird auch mit finanziellen Mitteln gefördert, die die Kosten des Hauses decken können. Neben den staatlichen Förderungen ist dieses mit die wichtigste Einnahme- bzw. Unterstützungsquelle.
Der Förderverein erhält Spenden, Beiträge der Angehörigen der betreuten Menschen und Bußgelder von Gerichten und Erbschaften.

Vorstellung der Einrichtungen

Waldorf-Kindertagesstätte
• Kinder von 1-6 Jahren
• Kinderstube (2 Kinder mit erhöhtem Hilfebedarf und 8 Kinder ohne Behinderung im Alter von 1-3 Jahren)
• drei weitere Gruppen mit Kindern im Alter von 3-6 Jahren (5 Kinder mit erhöhtem Hilfebedarf & 10 Kinder ohne)

Ambulante Dienste
• Beratung der Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen mit Behinderung und auch den Familienangehörigen
• Hilfe bei der Erziehung der Kinder und Begleitung des Alltags

Waldorf-Schulen


„Das Kind in Ehrfurcht empfangen, in Liebe erziehen und in Freiheit entlassen.“ - Rudolf Steiner
Schule Bochum

  • Ganztagsschule für Kinder und Jugendliche mit geistigen Behinderungen
  • Klassenstufen 1-13
  • Klassengröße 6 bis 12 Schüler
  • Integrationshelfer und zwei Lehrer pro Klasse
  •  

Schule Dortmund

  • Ganztagsschule
  • Pädagogen und Therapeuten
  • Platz für Klassen-, Fach- und Therapieräume
  • Hilfe und Unterstützung bei der Meisterung ihrer Lebensaufgabe, bei
  • das soziale Umfeld und bei der Selbstverwirklichung
  •  

Wohn- und Lebensgemeinschaft

  • Wohn- und Lebensgemeinschaft in Dortmund, Witten und Bochum
  • für Menschen mit Assistenzbedarf
  • Angebot für Menschen, die in einer eigenen Wohnung leben
  • Platz für Familien und Mitarbeiter
  •  

Werkstätte

  • Werkstätte Gottessegen
  • Bau und Gründung 1973
  • Arbeit in einer Bäckerei machte den Anfang
  • jetzt 580 arbeitende Menschen mit Behinderung in Dortmund und Bochum in den Werkstätten Gottessegen
  •  
    1. Beispiele der Arbeiten in den Werkstätten: Bau von Holzspielzeug, Metallverarbeitung, Filz- und Stoffarbeiten, Kaffeesorten aus eigener Rösterei, Bäckerei, Wäscherei etc.
    2. arbeitsbegleitenden Angebote, um neben der Arbeit auch noch die Persönlichkeit zu fördern und die "Seele zu pflegen"