Verhinderungspflege


Verhinderungspflege


Wenn jemand verhindert ist, eine zu pflegende Person zu betreuen, sei es wegen Urlaub, einer Krankheit oder aus anderen Gründen, bezahlt die Pflegekasse eine Ersatzpflegerin-oder Ersatzpfleger eines Pflegedienstes. Die Leistungen werden für 4 Wochen und bis zu 1612 € pro Kalenderjahr übernommen. Dies ist aber nur möglich, wenn der/die Pflegebedürftige wenigstens 1 Jahr Zuhause gepflegt wurde und 1 Jahr eine Pflegestufe innehatte. Wird die vorübergehende (Ersatz) Pflege von nahen Angehörigen oder anderen vertrauten Personen geleistet, wird diese Art der Pflege (Verhinderungspflege) in der entsprechenden Höhe des Pflegegeldes gezahlt. Entstehen den pflegenden Personen gesonderte Kosten, werden diese bei Vorlage der Rechnungen oder Nachweise erstattet. Insgesamt dürfen 1612 € nicht überschritten werden.

Diese Pflegeart muss bei der Pflegekasse beantragt werden. Das sollte vor Beginn der Ersatzpflege geschehen. Dies ist in Ausnahmefällen aber auch im nachhinein möglich. Wenn die Kosten von der Kasse übernommen wurden, wird kein Pflegegeld für die Ersatzpflegerin oder den Ersatzpfleger gezahlt.