Wenn Pflege zum Politikum wird


Wenn die Pflege zum Politikum wird

Es ist nichts Neues wenn verkündet wird, dass die Gesellschaft in Deutschland immer älter wird. Auch nicht, wenn alle paar Jahre das Rentenalter drastisch angehoben wird, im Versuch die Kassen voll zu halten, um sich mit dieser alternden Generation korrekt befassen zu können. Des Weiteren ist der Mangel an Fachkräften wie immer ein Problem. Zusammengefasst also kann man sagen, dass beim Thema „Altenpflege“ und „Rente“ vieles im Argen liegt. Wie kann es also sein, dass die Politik diesen Themen dahingehend aufgreift, sie zu einem Politikum zu machen um so an dringend benötigte Wählerstimmen zu gelangen? Der Versuch einer Erklärung.

Die Gehälter kommen einfach nicht hinterher

Fangen wir also beim ersten Punkt an, dem Beruf der Altenpfleger. Noch immer gibt es hier zu viele gute Gründe, warum dieser Beruf in Deutschland fast vom Aussterben bedroht ist. Denn er wird einfach nicht ausreichend gut entlohnt, so dass viele nicht mal davon träumen können, ein anständiges finanzielles Leben damit zu führen. Altenpflege ist nicht nur für die Gepflegten, sondern auch für die zu Pflegenden viel zu kostenintensiv. Da Deutschland zudem schnell altert, werden in der nahen Zukunft immer mehr Menschen in Pflege kommen und somit immer mehr Altenpfleger benötigt. Sofern aber die Politik nicht anfängt, diesen Beruf finanziell wertschätzen zu lassen, wird sie auf Jahre hin mit stetig wachsenden Problemen zu kämpfen haben. Denn zeitgleich steht Deutschland vor einer strukturell noch größeren Aufgabe – dem Verlust von Fachkräften und der Suche nach Ersatz.

International nicht mehr so gut vernetzt

Deutschland war noch vor einigen Jahrzehnten eines der arbeitnehmerfreundlichsten Länder Europas, was Migration und Arbeitsbeschaffung betrifft. Das hat sich leider in den letzten Jahren fast grundlegend geändert. Heute kommt die Suche nach geeignetem Fachpersonal eher einer Runde Slot Spiele gleich, denn es immer mit ein wenig Glück verbunden. Heute Fachpersonal nach Deutschland zu bekommen ist mit vielen Behördengängen und noch mehr typisch deutscher Bürokratie versehen; da fällt es kaum ins Gewicht, dass sich Minister persönlich dafür einsetzen, wie etwa bei Spahn neulich. Zu unregelmäßig sind diese Versuche und zu selten sind sie auf langfristige Erfolge angesetzt, sondern werden meist damit verbunden, schnell akute Löcher zu stopfen. Das mag kurzfristig gedacht gut gehen, aber auf lange Sicht verliert das Land dadurch seinen einst so renommierten Platz an der Sonne, was Integration und Inklusion betrifft. Altenpflege muss endlich wieder seinen verdienten Platz in der Gesellschaft einnehmen und darf nicht ausschließlich dazu verwendet werden, als Spielball der Politik missbraucht zu werden. Spielen kann man doch viel eher im Casino als in der Politik.

Das Gute kann so einfach sein

Man kann den Spieß allerdings auch umdrehen und sagen, dass die Dinge vielleicht nun endlich ihren Weg gehen. Wenn schon Pflegepersonal aus einem Nicht-EU-Land wie eben Mexiko einen leichteren Einstieg in das Berufsleben hier findet, dann wird auch der bislang gängigere Markt mit Personal aus dem Osten Europas vielleicht schneller nachziehen können. Zu wünschen wäre es sowohl den vielen Menschen, die bereits jetzt oder aber in wenigen Jahren auf Pflege angewiesen sind, als auch jenen, die miteiner fairen Bezahlung Interesse daran finden, diesen Job bei uns in Deutschland ausüben zu wollen. Wenn die Dinge doch nur einfach zusammenfinden könnten.

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