Palliativpflege für einen schmerzfreien und würdigen Abschied


Palliativpflege für einen schmerzfreien und würdigen Abschied

Der Tod ist einer der wenigen festen Bestandteile unseres Lebens. Dass er kommt, ist sicher. Wann er kommt und wie er uns ereilt, kann niemand voraussehen. Die meisten von uns wünschen sich ein Ende im Kreise der Familie - ein friedliches Einschlafen auf dem Lieblingssessel. Doch so viel Glück haben leider nur sehr wenige Menschen. Krankheiten und Altersgebrechen machen ein selbstbestimmtes Leben irgendwann unmöglich und auch die Angehörigen sind mit sterbenden Familienmitgliedern oft einfach überfordert.

Das Hospiz – Eine wichtige Einrichtung

In den Nachrichten, bei Spendenaufrufen und in TV-Dokumentationen finden Hospize oft Erwähnung. Manchmal jagt einem allein die Nennung dieses Begriffs einen Schauer über den Rücken. Bei terminalen Krankheiten oder sehr weit fortgeschrittenen Altersgebrechen ist dies der letzte Aufenthaltsort für einen Pflegebedürftigen, der im Begriff ist, die letzte Reise anzutreten. Im heutigen Sprachgebrauch versteht man unter dem Begriff Hospiz meist nur die stationäre Sterbebegleitung, aber Hospize sind per Definition spezielle Einrichtungen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Sterbende im Sinne der „Palliative Care“ umfassend zu versorgen, ihre Schmerzen zu lindern und auch Angehörige zu begleiten. Es gibt dabei ambulante, teilstationäre und eben auch die stationär tätigen Hospizvereinigungen.

Wer unheilbar krank ist, kann in einem Hospiz auf eine respektvolle, umfassende und kompetente Betreuung hoffen. Dabei steht nicht mehr die Heilung einer Krankheit im Vordergrund, sondern vielmehr die Kontrolle der Symptome und die Eindämmung beziehungsweise die Linderung von Schmerzen. Für jemanden, der seine letzten Tage und Wochen gesichert wissen will, sind ein freier Platz in einem Hospiz und die zugesicherte Vollzeitpflege gute Nachrichten.

Wer finanziert das Hospiz?

Träger dieser Einrichtungen sind zumeist gemeinnützige Vereine, aber auch Kirchen und soziale Organisationen oder Stiftungen. Auf Beerdigungen oder Trauerfeiern wird auch oft darum gebeten, statt Blumen eine kleine Geldspende zu erübrigen, die dann an das örtliche Hospiz geht, das sich in den letzten Tagen um den Verstorbenen gekümmert hat. Die ärztliche Versorgung innerhalb der Sterbehäuser wird auf sehr unterschiedliche Weise gewährleistet und ist auch von den regionalen Gegebenheiten abhängig. Es gibt einige stationäre Hospize, die unter ärztlicher Leitung stehen, und wieder andere arbeiten mit niedergelassenen Ärzten vor Ort zusammen. Der Patient kann allerdings jederzeit sein Recht auf freie Arztwahl geltend machen. In diesem Fall wird meistens der langjährige Hausarzt hinzu gerufen, der in den meisten Fällen die Krankheit auch als erster diagnostiziert hat und während des gesamten Krankheitsverlaufs zugegen war. Dieser übernimmt im besten Fall neben der medizinischen auch die menschliche Begleitung. In einigen Fällen wirken auch Geistliche als Wegbegleiter für Sterbende.