Im Trend - Lieber zuhause alt werden


Trend:Lieber zuhause alt werden

Wer würde nicht gerne in den eigenen vier Wänden altern, in Ruhe und vor allem in Würde. Um dies zu realisieren, braucht es allerdings etwas Unterstützung. Weil Angehörige meist mit dem eigenen Job und der Familie ausgelastet sind, werden immer öfter 24 Stunden Pflegekräfte eingestellt. Dies geschieht legal und unter Aufsicht von Agenturen. Wer gerne zuhause bleiben möchte, kann sich in vieler Hinsicht behelfen, wie wir im Folgenden vertiefen.

Im Alter steigt die Hilfsbedürftigkeit

Leider bleibt man nicht sein Leben lang 25, obwohl die meisten diesen Wunsch gar nicht hegen. Überwiegend kommen Menschen mit ihrem fortschreitenden Alter zurecht, wenn auch die Gebrechen alles schwieriger machen. Ein großer Teil der Pflege findet bereits zuhause statt, wie Studien immer wieder zeigen. Trotz aller Anstrengung unterstützen Angehörige ihre Pflegebedürftigen wo es geht, ob im Haushalt oder sogar bei der Körperpflege. Im Alter braucht es eben jemanden, der einem ab und an den Rücken und die Füße wäscht, Betten überzieht und sich um den Einkauf kümmert. Wie steht es um externe Hilfskräfte?

Eine fremde Person im Haushalt?

Immer häufiger werden ausländische Pflegehilfen eingestellt, die Tag und Nacht für einen Haushalt und darin wohnende Bedürftige da sind. Deutsche Fachkräfte sind meist unbezahlbar, gemessen an den überschaubaren Renten. Pflegekräfte aus Rumänien mit hervorragenden Deutschkenntnissen sind Pflege zuhausedie Alternative und werden meist gerne in den Haushalt aufgenommen. Nach einer ersten Gewöhnungsphase und Annäherung wissen Pflegebedürftige die ungewohnte Rund um die Uhr Hilfe zu schätzen, vor allem auch die Angehörigen, die bis dato alles selbst gemacht haben.

Die Leistungen umfassen in der Regel hauswirtschaftliche Tätigkeiten und natürlich die individuelle Betreuung nach Bedarf. Alltägliche Aufgaben wie Unterstützung beim Duschen, Essen zubereiten oder ähnliches leisten die Hilfskräfte nach Absprache, je nachdem was der Betroffene braucht. Auch kümmern sich die Helfer aus Osteuropa um etwaige Termine beim Arzt, der Fußpflege oder beim Friseur. Nur bei besonderen, medizinischen Bedürfnissen muss eine gelernte Kraft vom Pflegedienst vorbeikommen. Beispielsweise für die Darreichung von Medikamenten oder zum Anlegen notwendiger Verbände. Natürlich bleibt auch kulturelles nicht aus. Nach Wunsch werden Spaziergänge und Ausflüge unternommen, je nachdem, was der Mensch kann und möchte. Nicht selten entwickelt sich eine nahe Freundschaft zwischen beiden, was sowieso unbezahlbar ist.

Finanzielle Unterstützung sichern

Dank der neuen Pflegegrade ab 2017 (PSGII) bekommen bereits leicht bedürftige Menschen finanzielle Unterstützung der Pflegekasse. Beispielsweise gibt es ein Budget für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, wodurch eventuell ein Treppenlift oder Haltegriffe installiert werden können. Des Weiteren werden diverse Pflegehilfsmittel bezahlt, zum Beispiel Inkontinenzvorlagen und Co. Es kann einiges getan werden, damit alte Menschen daheim altern dürfen, in gewohnter Umgebung. Eine ausländische 24 Stunden Hilfe kann mittels Pflegegeld und ggf. einem Eigenanteil unterhalten werden, wenn die Familie an einem Strand zieht.

Fazit zur ambulanten Versorgung

In Verbindung mit den Möglichkeiten durch das PSGII erscheint es noch leichter, den Angehörigen dauerhaft daheim zu betreuen. Eine weitgehend selbstständige Lebensführung ist bis zuletzt wichtig für jeden Menschen, um würdevoll zu altern. In Zusammenarbeit mit den Therapeuten, Ärzten und der Verwandschaft steht der häuslichen Pflege kaum etwas entgegen, vor allem, wenn eine 24 Stunden Hilfe den Hintergrund absichert.

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