Die Qual der Wahl - wo möchte ich mein restliches Leben verbringen?


Die Qual der Wahl – wo möchte ich mein restliches Leben verbringen?

Mit der Zeit schwindet die Kraft und das kann man nicht verhindern. Es gibt Dinge, die man alleine einfach nicht mehr bewältigen kann. So schwer es auch klingen mag, man ist auf Hilfe angewiesen. Jetzt hat man drei Optionen: Zur Familie gehen, zuhause bleiben mit einem Pfleger oder einer Pflegerin, oder in ein Pflegeheim. Passendes zum Thema finden Sie auf daspflegeportal.de.

Ein Pflegeheim kommt für viele nicht in Frage, da man seinen Besitz verlassen muss und etwas komplett Neues kennen lernt. Dabei werden die Vorteile eines Heims komplett vernachlässigt. Viele Senioren verbringen ihre Zeit im Alter zuhause und fühlen sich alleine. Freunde und Ehepartner sind vielleicht schon verstorben und so sitzt man da vor dem Fernseher. Der Einzug in ein Heim kann einen wieder aufrappeln, denn geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid. Dort trifft man Leute, die das Gleiche durchleben, wie man selbst. Man hat nochmal Freunde mit gleichen Interessen und Problemen und hat jemanden, mit dem man reden kann. Das Leben wird, auch wenn nur in Bruchteilen, spannender zum Beispiel bei einer Partie Mühle. Soziale Kontakte sind im fortgeschrittenen Alter wichtiger als der Besitz, mit dem man nichts anfangen kann, außer es anzugucken. Ein Pflegeheim bietet mehr Vor- als Nachteile und sollte eine denkbare Option bei der Entscheidung sein. Auch der Kontakt zur Familie sollte darunter nicht leiden.

Wer Zuhause wohnen bleibt und einen Pfleger bezahlt, behält sein bekanntes und routiniertes Leben. Ob man das will, sollte jedem selber klar sein.

Sein Leben bei den Liebsten zu Ende zu bringen, hat ebenfalls seine Vor- und Nachteile. Die Familie kennt man natürlich bestens und man weiß, dass man Leute um sich hat, die einen lieben. Auch kann man sich noch einmal nützlich machen und auf die Kinder aufpassen oder etwas zu Essen kochen und Ruhe hat man auch genug. Jetzt muss man aber auch akzeptieren, dass man nicht nur hilft, sondern auch Hilfe in Anspruch nimmt. Dass die Familie nicht immer Zeit hat sich um jemanden zu kümmern, sollte im Voraus klar sein. Die eigenen Kinder sind erwachsen und gehen bis zum Nachmittag oder Abend zur Arbeit und die Enkel müssen bis zum Mittag zur Schule und wollen anschließend raus und sich mit ihren Freunden treffen. Wer das nicht akzeptiert, dem blühen gerne kleine aber auch große Streitigkeiten. Dass die einzelnen Familienmitglieder auch ihr eigenes Privatleben haben, muss man respektieren.

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