Darauf gilt es bei einer Seniorenwohnung zu achten


Darauf gilt es bei einer Seniorenwohnung zu achten

Nur wenige Menschen machen sich in jungen Jahren schon Gedanken über das Älterwerden. Aber auch wenn man bereits 50 Jahre oder älter ist, denkt man nur selten daran, wie es in den nächsten 10 oder 20 Jahren weitergehen wird. An die Vorstellung, irgendwann seine eigenen vier Wände verlassen und in ein Heim zu müssen, möchte kaum jemand denken. Die eigene Wohnung oder das eigene Haus kann jedoch, sofern rechtzeitige Vorkehrungen getroffen werden, altersgerecht umgebaut werden, um selbst noch im hohen Alter daheim leben zu können. Eine weitere Möglichkeit stellen sogenannte Seniorenwohnungen dar.

 

 

Rentner haben andere Bedürfnisse als 30-Jährige

Die demografische Kurve zeigt eindrucksvoll, dass die Deutschen immer älter werden. Eine durchaus gute Nachricht, die jedoch aber dafür sorgt, dass immer mehr seniorengerechte Wohnungen benötigt werden. Schlussendlich haben ältere Menschen andere Bedürfnisse als 30-Jährige, sodass ein an die körperlichen Fähigkeiten angepasstes Wohnumfeld notwendig ist. Auch wenn der bestehende Wohnraum mitunter umgebaut werden kann, so sind Seniorenwohnungen dennoch eine durchaus empfehlenswerte Alternative. Doch natürlich ist nicht jede Wohnung, die sich aktuell auf dem deutschen Wohnungsmarkt befindet, seniorengerecht. Seniorenwohnungen zeichnen sich dadurch aus, dass Personen, die körperliche Einschränkungen haben, so lange wie möglich selbständig leben können. Das beginnt bereits beim barrierefreien Zugang. Eine Rampe statt Stufen, ein Lift, breitere Türen, Halterungen im Badezimmer und in der Toilette oder nach unten versetzte Lichtschalter, die auch vom Rollstuhl aus erreichbar sind, können schon für Erleichterungen im Alltag sorgen.

Woran erkennt man eine Seniorenwohnung?

Auch wenn das Innenleben einer Seniorenwohnung von großer Bedeutung ist, so spielt auch die Lage der Wohnung eine große Rolle. Eine Seniorenwohnung sollte immer in der Nähe oder direkt im Ortszentrum sein, sodass der Bewohner am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann. Somit sollten sich in der Nähe der Wohnung ein Arzt, eine Apotheke, Supermärkte, Restaurants, öffentliche Verkehrsmittel oder auch ein Wettlokal befinden, sofern das Thema Sportwetten von Bedeutung ist. Natürlich haben viele Wohnungsbaugesellschaften erkannt, dass Seniorenwohnungen immer beliebter werden. Das ist auch der Grund, warum immer mehr Gesellschaften auch spezielle Wohnungen für die Rentner bauen. Auch Kommunen und Städte setzen - und das schon seit Jahren - vermehrt auf Seniorenwohnzentren oder Seniorenwohnungen; auch private Vermieter bieten immer wieder sogenannte Seniorenwohnungen an. Wie die Wohnung dann am Ende tatsächlich aussieht, bleibt zum Teil der Wohnbaugesellschaft überlassen - im Gesetz finden sich zwar einige Anforderungen, jedoch fehlt eine detaillierte Aufschlüsselung. Wer sich also für eine derartige Wohnung interessiert, der sollte nicht automatisch glauben, dass es sich tatsächlich um eine „richtige Seniorenwohnung“ handelt. Das bedeutet, dass man sich die Wohnung im Vorfeld selbst ansehen sollte. In einigen Fällen wurden nur die Türschwellen entfernt; mitunter gibt es aber in der Wohnung auch schon einen festinstallierten Hausnotruf, Bad- und WC-Halterungen und nach unten versetzte Lichtschalter, um diese auch vom Rollstuhl aus erreichen zu können. Wichtig ist, dass im Zuge einer Besichtigung darauf geachtet wird, dass die Umbaumaßnahmen auch den eigenen Bedürfnissen entsprechen. Aber nicht nur die Einrichtung ist von Bedeutung - natürlich muss auch die Lage berücksichtigt werden. Ein weiterer Aspekt, der nicht vernachlässigt werden darf, ist der Preis. In der Regel sind Seniorenwohnungen teurer als gewöhnliche Mietobjekte. Jedoch muss berücksichtigt werden, dass etwaige Umbaumaßnahmen, die in der aktuellen Wohnung oder im Haus vorgenommen werden müssten, ebenfalls hohe Kosten verursachen. 

Welche Umbaumaßnahmen können anfallen?

Wer noch im hohen Alter daheim leben will, muss mit der Zeit die Inneneinrichtung an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Handelt es sich um ein Haus mit Stock oder Keller, so stellt ein Treppenlift, wenn der Bewohner bereits mobilitätseingeschränkt ist, eine Alternative dar. Auch eine ebenerdige Dusche, eine sogenannte Nasszelle, kann eine Hilfe sein. Derartige Umbauten oder technische Hilfsmittel kosten natürlich Geld - mitunter können die Arbeiten zwischen 5.000 Euro und 25.000 Euro kosten. Hier hilft der Staat über die KfW-Bank. Mitunter erhält man ein günstiges Darlehen oder auch Zuschüsse, wenn die eigenen vier Wände umgebaut werden sollen. Kann man jedoch den Alltag nicht mehr alleine bewältigen, so ist das auch noch kein Grund, die eigenen vier Wände verlassen zu müssen. Ein mobiler Pflegedienst, der in der Früh, zu Mittag und am Abend nach dem Bewohner sieht, hilft bei der Körperpflege, bei der Tabletteneinnahme und begleitet die betagte Person mitunter auch zum Arzt. Welche Pflege am Ende notwendig ist, das hängt von mehreren Faktoren ab. So kommt es auf den Gesundheitszustand, das Modell der Pflege und auch auf den Betreuungsaufwand an. Normalerweise werden die Kosten von der Pflegekasse übernommen; gibt es Angehörige, Verwandte oder auch Nachbarn, die die Pflege übernehmen, so zahlt die Pflegekasse einen Zuschuss, der von der Höhe der Pflegestufe abhängig ist.

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