Ambulanter Pflegedienst oder rundum Betreuung im Pflegeheim?


Ambulanter Pflegedienst oder rundum Betreuung im Pflegeheim?

Können ältere Menschen Ihren Alltag nicht mehr alleine bewerkstelligen, ist es schön, wenn Familienangehörige helfen. Es können kleine Dienste im Haushalt übernommen werden, wie etwa Fenster putzen oder einkaufen. Müssen regelmäßig Medikamente eingenommen werden, sollte überwacht werden, dass die Einnahme zuverlässig klappt. Da immer weniger Menschen aus beruflichen Gründen Zeit finden, sich um Senioren in der eigenen Familie zu kümmern, bieten alle Städte mobile Pflegedienste an. Diese kümmern sich gegen eine Gebühr, wenn die Gelenke nicht mehr so wollen und sonst niemand Zeit hat. Die Kosten für die Pflege können von der Krankenkasse übernommen werden.

Tritt eine Demenz, mit oder ohne Inkontinenz auf, suchen Familienangehörige meist nach einer Einrichtung, in der die lieben Familienmitglieder einfühlsam gepflegt werden können. Der MDK, der medizinische Dienst der Krankenkassen, prüft jedes Jahr die vielfältigen Pflegeheime, befragt Patienten und das Personal zu ihrem Alltag in der Einrichtung. Daraufhin erfolgt eine Einstufung der Qualität des Altenpflegeheims, die jedes Jahr aktualisiert wird und über die Internetseite des MDK einsehbar ist. Dies bildet eine gute Grundlage, die passende Pflegeeinrichtung zu finden.

Demente Menschen zu Hause betreuen?

Es spricht viel dafür, einen an Demenz oder Alzheimer erkrankten Menschen in der gewohnten Umgebung zu pflegen. Je nach dem Schweregrad der Erkrankung können demente Senioren aber meist nicht mehr kommunizieren, wenn ihnen etwas weh tut. Schmerzt die Hüfte nach einem Sturz, kann dies in manchen Fällen unentdeckt bleiben. Ein Pflegedienst kann bis zu drei Mal am Tag kurz in der Wohnung der Betroffenen anwesend sein, es geht während dieser Zeit vermehrt um die Gabe von Medikamenten oder die Betreuung während der Mahlzeiten. Auch die Körperpflege kann je nach Pflegegrad von einem Pflegedienst übernommen werden, viele demente Menschen wehren sich allerdings dagegen, sich von einer fremden Person waschen zu lassen.

Für persönliche Gespräche, Spaziergänge oder gedächtnisfördernde Spiele bleibt meist aufgrund der knapp kalkulierten Personalkosten keine Zeit. Dies bedauern die Senioren oft sehr, immer mehr alte Menschen fühlen sich einsam. Im Pflegeheim ist der Kontakt mit anderen Menschen gegeben, immer wieder gibt es gemeinsame Aktivitäten, auch zu den großen Festen im Jahreskreis ist niemand allein. Das Essen kann im Gemeinschaftsraum eingenommen oder im eigenen Zimmer, zu jeder Tageszeit ist auch ein Arzt verfügbar, der sich um die Bewohner eines Pflegeheims kümmern kann.

Typische Beschwerden im Alter

Das geschulte Pflegepersonal ist rund um die Uhr in der Einrichtung ansprechbar, typische Altersbeschwerden werden rasch erkannt und können zügig behandelt werden. Vielen alten Menschen tun die Gelenke weh, die Gründe für Operationen am Kreuzbein sind vielfältig. Nach einer eventuellen Operation wird der Patient intensiv im Pflegeheim betreut, wenn er aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Schmerzstillende Medikamente können in der besten Dosis verabreicht werden, da das Pflegepersonal ständig einen Blick auf alle Bewohner hat. Die Krankengeschichte, sowie der Tagesablauf der einzelnen Bewohner werden außerdem ausführlich dokumentiert. Dies ist für den Schichtwechsel im Altenheim nötig, auch der behandelnde Arzt hat so einen umfangreichen Überblick. Obliegt die Betreuung nicht einem Berufsbetreuer, haben Angehörige jederzeit die Möglichkeit, Einblicke in die konkreten Vorgänge einer ärztlichen Behandlung zu erhalten.

Erkältung und ein starkes Immunsystem

Der Organismus läuft im Alter nicht mehr so, wie in jungen Jahren. Der Herzschlag ist vermindert, die Regeneration der Zellen dauert wesentlich länger. Es ist für ältere Men-schen, auch mit einer hohen Pflegestufe, von absoluter Wichtigkeit, sich gesund zu ernähren und nach Möglichkeit Sport zu treiben. Vor allem Gymnastikübungen im Wasser sind für Senioren überaus geeignet, da sie das Immunsystem stärken und gleichzeitig die Gelenke entlasten. Vor Erkältungen müssen die alten Menschen geschützt werden, schnell entwickelt sich aus einer herkömmlichen Erkältung eine gefährliche Krankheit wie etwa eine Lungenentzündung.

Senioren essen meist nur kleine Portionen; wer sich um ältere Familienmitglieder kümmert, sollte zu jeder Mahlzeit frisches Obst oder Gemüse bereitstellen. Paprika kann zu scharf sein und Magenschmerzen oder Sodbrennen hervorrufen, obwohl in einer frischen Paprikaschote jede Menge wohltuende und gesundheitsfördernde Vitamine stecken. Vor allem Vitamin C ist im Übermaß in frischer Paprika enthalten. Einige Stückchen Apfel, am besten geschält und klein geschnitten, können aber gut gegessen werden, Karotten sind häufig zu hart. Sie können Äpfel und Karotten auf der Küchenreibe zu einem gesunden Rohkostsalat verarbeiten, dieser wirkt sich günstig auf die Verdauung aus. Geben Sie noch einige Spritzer einer unbehandelten Zitrone dazu, haben Sie im Handumdrehen einen leicht verträglichen Snack, der das Immunsystem von Senioren nachhaltig stärkt.

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