Schlafen im Alter, so betten und schlafen Senioren richtig


Altersschlaf: So betten und schlafen Senioren richtig

Das ist doch „senile Bettflucht“! So hat schon so mancher Enkel scherzhaft seiner Großmutter geantwortet, erzählte diese, wie früh sie morgens aufstehe. Doch hinter kurzen Schlafzeiten steckt nicht selten gerade im Alter mehr dahinter. Menschen im Alter zwischen 60 und 69 Jahre sowie 70 und 79 Jahre haben laut einer Erhebung des Robert-Koch-Institutes die höchsten Anteile an Schlafstörungen überhaupt: 43,4 und 39,6 Prozent klagen jeweils über diese Probleme (Quelle: Statista). Dabei kann mit einigen wenigen Tipps die Schlafqualität im Alter deutlich verbessert werden.

Veränderter Biorhythmus und Verhalten im Alter

Wissen ist Macht. Das gilt auch für Senioren. Wer weiß, was im älter werdenden Körper vorgeht, kann diesen besser steuern. Denn mit den Jahren wird die „innere Uhr“ eines Menschen geschwächt. Der zirkadiane Rhythmus, der vom Stoffwechsel beeinflusste Nacht-Tag-Wechsel verändert sich: Der Tagesschlaf nimmt zu, der Nachtschlaf nimmt ab. Auch werden die meisten Senioren zur „Lerche“: zu Frühaufstehern. Entgegen der „Eule“ sind sie spätabends nicht mehr fit, kommen aber schon sehr früh aus dem Bett. Hier vermuten Forscher eine veränderte Ausschüttung von Melatonin – dem Schlafhormon.

Wer sich mit diesem Wissen bettet, vermeidet unnötiges Wälzen in den Federn. Es ist typisch, wenn Senioren bereits 22 Uhr einschlafen und dann ab vier Uhr morgens wieder wach sind. Diese sechs Stunden sind vollkommen ausreichend, sagen Experten: So früh aufzustehen und sich der Strickarbeit zu widmen, ist daher vollkommen normal. Es besteht keinerlei Zwang, weiter im Bett zu bleiben, vergeblich nach Schlaf zu suchen oder sogar eine Pille zu nehmen. Hier machen viele Senioren Fehler.

Rituale und Gewohnheiten: Neue Verhaltensregeln helfen

Stattdessen raten die Experten dazu, am Tag aktive zu sein. Eine Studie von amerikanischen Medizinern in Chicago hat gezeigt, dass schon 90 Minuten körperliche und soziale Aktivität täglich (Gehen, Kartenspielen und sogar Tanzen) die Schlafqualität deutlich verbessere.

Denn für einen guten Schlaf ist vor allem im Alter ein geregelter Tagesablauf wichtig. Feste Reihenfolgen von Duschen, Putzen, Essen, Einkaufen und Zeit für Freunde helfen, die innere Uhr zu takten. Wer hatte nicht viele Träume, wie er die Zeit der Rente nutzen will? Museen besuchen, eine Sprache lernen, Enkelkinder betreuen – die Auswahl ist groß. Doch zahlreiche Senioren langweiligen sich.

Raus aus den Federn mit ihnen: Unnütze Stunden im Bett zu verbringen, schadet der Schlafqualität. Daher lautet eine wichtige Regel von Schlafforschern für Senioren: Nicht im Bett bleiben, wenn der Mensch nicht schläft. Wer dadurch weniger Zeit im Bett verbringt, zur gleichen Zeit täglich aufsteht und erst ins Bett geht, wenn er müde ist – hat eine gute Chance auf eine gute Schlafqualität.

Denn kürzer heißt im Alter längst nicht schlechter! Zum Nachtschlaf wird auch ein Mittagsschläfchen hinzugerechnet. Doch dieser sollte nicht länger als eine halbe Stunde sein, um den Nachtschlaf nicht noch weiter zu verringern. Viele Senioren wissen gar nicht, wie viel sie wirklich schlafen.

Auf das richtige Bett kommt es an – Möbel- und Raumansprüche im Alter

Auch die richtige Schlafunterlage ist für das Alter wichtig. Das moderne Wasserbett aus der Jugend hat mit den Jahren einfach ausgedient. Ein Boxspringbett ist die bessere Wahl. Diese Modelle bieten weiches und rückenschonendes Liegen sowie einen erleichterten Einstieg, da sie höher als Betten mit Lattenrost sind.

Aber auch ein pflegegerechtes Bett ist eine gute Wahl für das Alter. Doch so mancher Rentner scheut vor hässlichen Modellen, die eher nach medizinischer Apparatur als nach Gemütlichkeit aussehen. Doch auch im Alter geht es stylish, wie der Möbelshop livingo mit seinem seniorengerechten Bettenangebot zeigt. Das richtige Bett für das Alter muss sich nicht im Design unterscheiden, sondern im Komfort. Wichtig ist, dass solche Betten eine höhere Liegefläche aufweisen. Weitere Merkmale eines altersgerechten Bettes ist die eingebaute Technik. Ferngesteuerte Motoren ermöglichen die Verstellung der Gesamthöhe aber auch des Kopf- und Fußteils. Auch Festhaltevorrichtungen sind für das Alter von Vorteil.

Ältere Menschen lieben Wärme. Kaltschaummatratzen sind daher zu empfehlen, Visko als Material sogar optimaler. Sie reagieren auf Körperwärme. Flanellbettwäsche und Wollunterbett schützen vor frostigen Stunden. Auch die optimale Raumtemperatur im Schlafzimmer ist wichtig für einen qualitativ hochwertigen Schlaf. Die meisten Senioren empfinden 20 Grad Celsius als optimal.

Gewohnheiten: Für Schlafqualität ist niemand zu alt

„Einem alten Hund bringt man keine neuen Tricks bei“, besagt ein Sprichwort. Doch tatsächlich ist niemand zu alt, um Neues zu lernen. So manche Gewohnheit aus der Jugend ist im Alter nicht mehr angesagt: Vor dem Fernseher einzuschlafen, sollte vermieden werden. Denn die Bilder und Geräusche beschäftigen das Gehirn weiter. Gerade im Alter wird so mancher geräuschempfindlich im Schlaf.

Sanfte Methoden wie Atemübungen und autogenes Training können die Schlafqualität von Senioren erheblich verbessern – es ist nie zu spät, diese zu erlernen und so in einer Gruppe sogar eine neue soziale Aktivität zu finden. Viel trinken sollte ebenfalls zur Gewohnheit im Alter gehören. Aber Achtung: Wer dies zu spät tut, stört den Schlaf durch nächtliches Wasserlassen!

In diesem Sinne: Schlafen Sie gut!

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